Vortrag


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Das Kreuz Christi,
die Mitte des Glaubens aller Christen

Eine ökumenische Rede zum Paulus-Jahr 2008/2009


gehalten von Bischof i.R. Prof. Dr. Ulrich Wilckens
in der Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg am 23. Januar 2009, um 19.30 Uhr.

    Die evangelische Kirche bedarf einer Erneuerung von Grund auf. Im wuchernden Pluralismus von Meinungen ist für viele Christen kaum noch zu erkennen, was eigentlich der Inhalt christlichen Glaubens ist, der für alle Christen gilt. Die Folge ist: Auch die kritische Öffentlichkeit gewinnt kein klares Bild von dem, was Christen heute glauben, wofür sie leben, und ob es heute überhaupt noch etwas gibt, womit die Kirche steht und fällt.

   Das von Papst Benedikt XVI ausgerufene Paulus-Jahr ist eine gute Gelegenheit, dass sich das ändert. Der Apostel Paulus war nicht nur der erste große Missionar, der das Christentum in die Welt gebracht hat. Er war auch einer der großen Theologen, der den christlichen Glauben den Gebildeten der damaligen Öffentlichkeit zu erklären wusste. Von Paulus kann man dies heute noch lernen. Das soll in diesem Vortrag beispielhaft an dem Thema erprobt werden, das für Nachdenkliche damals wie heute das Ärgerlichste am ganzen Christentum ist: Dass am Tod Jesu Christi am Kreuz die Rettung des Lebens aller Menschen hängt.

   Sich in die elementaren Inhalte der Theologie des Paulus hineinzudenken, hat auch eine verblüffend ökumenische Auswirkung: Je mehr es heute darum geht, das entscheidend Christliche zu erkennen und öffentlich zu vertreten, um so mehr können Christen der verschiedenen Konfessionen der Einheit ihres Glaubens gewahr werden: Das Kreuz Christi eint uns alle.



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